Klimawandel – aber ich geh nicht hin …

So oder ähnlich könnte man die Einstellung von Frau und Herr Österreicher beschreiben.

Eine brandneue Studie der Motivforschung Karmasin im Auftrag des Klima+energiefonds zeigt auf, dass das  Thema Klimawandel noch nicht wirklich bei den Österreichern/-innen angekommen ist. Man identifiziert damit zwar entpersonifizierte Ursachen – die Industrie, der Autoverkehr, die USA, China etc. – aber das eigene Verhalten ist nicht Teil der Gedankenwelt.

Aber ICH hab doch damit nichts zu tun! Oder?

Erschreckend ist daher das Wissen um die eigenen Möglichkeiten selbst dagegen etwas tun zu können. Energiesparen wird nicht mit dem Klimawandel in Zusammenhang gebracht, sondern bestenfalls als Möglichkeit sich etwas fürs eigene Geldbörsel zu sparen.

Also eine hoch interessante Studie erstens zur Selbstreflexion und zweitens für alle Mitstreiter, denen Kommunikation von Umweltthemen am Herzen liegt.

Aber etwas habe ich in der Studie vermisst: In Österreich geht Verhaltensänderung oder Investition ohne Förderung schon gar nicht. Und wenns schon keine Förderung gibt, dann muss es wenigstens eine Aktion sein.

Dass Umweltschutz auch kosten kann und wird –  jetzt sicher weniger als später – ist in Österreich noch nicht angekommen. Klimawandel wird daher mit Österreich nicht identifiziert. Eh klar, die Eisbären sind auch recht weit weg und den zwei Exemplaren in Schönbrunn gehts eh gut.

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Über den Autor

Reinhard Würger

Im Jahr 1999 hat Mag. Reinhard Würger das Thema Ökoenergie, zuerst im Immobilien- und Ökoenergiebereich und anschließend im KFZ- und Fuhrparkmanagement ins Rollen gebracht. Seit 2004 ist er Bereichsleiter für den Bereich Mobilien- , KFZ-Leasing sowie Elektromobilität und ist maßgeblich für die Umstellung des Raiffeisen-Leasing Fuhrparks auf Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen (Hybrid, Pflanzenöl, Erdgas und Ethanol) verantwortlich. Im Rahmen seiner Tätigkeit in der Raiffeisen-Leasing hat er das Netzwerk Auto & Umwelt mit dem ÖAMTC initiiert und arbeitet federführend bei der Raiffeisen-Klimaschutzinitiative im Arbeitskreis Verkehr und Treibstoffe mit. Im Rahmen der Elektromobilität unterstützt und berät er mehrere Modellregionen der Elektromobilität sowie regionale Mobilitätsprojekte.

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