Riesenpotenzial Donauraum

Der VCÖ weist seit Jahren auf schlummernde Potenziale der Donauschifffahrt hin. Zuletzt hat eine Aussendung vom Sommer 2008 wieder auf eine leider sehr gegenteilige Entwicklung hingewiesen: Während sich der LKW-Verkehr vervierfacht hat, stieg die Schifffahrt nur um 68 %, berichtet der VCÖ. Die zuletzt vorgenommenen Investitionen z.B. des Wiener Hafens sind grundsätzlich begrüßenswert. Welche Entwicklung es allerdings entgegenzuwirken gilt, zeigt eben das Ausmaß des Güterverkehrszuwachses.

Finanzkrise als Chance

Die Schifffahrt ist ökologisch besser verträglich, das Wachstumspotenzial in CEE wird weiter groß sein, die Straßen sind heute bereits überlastet und die Binnenschifffahrt hat geringere externe Kosten (Unfall- und Gesundheitsschäden). Das alles sind gute Gründe, warum man in diesen Bereich in den kommenden Jahren investieren sollte. Wenn sich also die Staaten heute fragen, wie sie die Wirtschaft wieder ankurbeln, dann sind die Regierungen der Donaustaaten gefordert, diesen Verkehrsweg bei ihren Investitionsprojekten zu berücksichtigen. Äußerst schade wäre es nämlich, wenn die Investitionsanreize auf die falschen Verkehrsträger setzen. Die Finanzkrise bietet also auch eine Chance, die in der nächsten Zeit nur nicht falsch genutzt werden darf. Investitionsprogramme müssen zukunftgerichtete, ökologische Verkehrsträger fördern.

 
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Günter Strobl

Günter Strobl leitet seit 2006 den Bereich Information & Organisation in der Raiffeisen-Leasing. 2003 hat er das Qualitätsmanagement für das Unternehmen entwickelt und aufgebaut. Neben IT und Unternehmensstrategie ist er für das Betriebsmanagement und damit für Beschaffung und Gebäudemanagement verantwortlich. Die bisherigen privaten und beruflichen Stationen des gebürtigen Waldviertler waren nach dem Betriebswirtschaftsstudium in Wien und den USA u.a. das Unternehmen PHILIPS, der ORF, die Stuttgarter Managementberatung Horváth & Partners sowie die Wiener Grünen. Sein XING-Profil:

2 Comments

  1. Von den Holländern könnten wir da was lernen. Mein liebstes Beispiel: die Heineken Brauerei liefert ihr Bier mittlerweile ausschließlich mit Frachtkähnen (Biertankern) aus – das Bier wird dabei zunächst in die Biertanker gepumpt, transportiert und dann in regionale Sammeltanks der Abfüllstationen gepumpt. Die restlichen, kurzen, Wege werden natürlich mit dem LKW zurückgelegt, der Überlandtransport auf der Straße entfällt aber gänzlich.

  2. In Wien stellt sich hier die Frage, warum die vielen Bauprojekte am Donaukanal sämtlichen Schutt (Abriss) und alles Baumaterial (Aufbau) ausschließlich per LKW ab- und anliefern. Da gäbe es doch ein Gewässer, in dem Schleppkähne ankern und über Förderanlagen be- und entladen werden könnten, was der ohnehin überlasteten Gegend tausende LKW-Fuhren sparen würde :-)

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